Comics zu Film und Serie von Panini

Der Zweihundertjährige

Coming Soon...

Bewertung
Durchschnitt
5.0 (4 Bewertungen)
  • von steff murschetz am 12.08.2011 um 15:28 Uhr

    Oh, da gibt es so viel, das würde den Rahmen sprengen. Ich würde mich mal in der Bücherei umsehen, nach guten Funny-Comics, am besten aus dem Franko-Belgischen Raum.

    Die mal richtig analysieren, lange lange laaange in Ruhe anschauen und überlegen, warum sie so gut aussehen. Verschiedene Nasen, Augen, Hände u.s.w. "sammeln".

    Eigentlich bauen die Figuren meist auf Kugeln/Kreise auf. Wichtig ist auch, das die Vorzeichnungen später mit Feder oder Pinsel (heut meistens Pinselstift z.B. GFKP von Pentel Arts) getuscht werden. Das gibt etwas Schwung in die Linien, da sie nicht überall gleich dick sind. Es gibt auch Kaligrafiestifte, nach Art eines Fineliners, die braucht man nicht mehr in Tusche tunken ;)

    Asterix, Lucky Luke (besonders tolle Gesichter) und ähnliches zeigen, wie endlos viele Möglichkeiten es gibt, die Figuren unterschiedlich aussehen zu lassen.

    Sich von vornherein an Sachen wie Southpark oder ähnlichem reduziertes zu orientieren ist sicher nicht gut für einen Anfänger.Versuche die schrägen Typen, dir dir draussen begegnen als Comicfiguren zu verarbeiten. Sei dabei ruhig gnadenlos und mach dich über sie lustig, übertreibe, was dir auffällt - brauchst es ihnen ja nicht zu zeigen ;)

    Es gibt jede Menge Bücher über das Zeichnen von Cartoons und Funny-Comics. Unter "Cartoons zeichnen" habe ich bei Amazon 203 Einträge gefunden.

    Du solltest nicht zu viel Text in eine Sprechblase packen, sieht nicht gut aus und schreckt den Leser ab. Für lange Dialogpassagen, wo keine Action abgeht, hat Wally Wood "22 Panels that always work" als Tipp gezeichnet, damit nicht jedes der Panels gleich ausschaut.

    homepage.mac.com/georgepratt/iblog/B44581127/C1898775419/E347695153/

    Dann gibt es noch Grundsätzliches, z.B. das Dunkles weiter vorn erscheint als Helles und das man die Kunturen im Vordergrund dicker macht, als die der Dinge im Hintergrund.

    Dass man den Text zuerst schreibt, dann die Sprechblase drumrum und dann erst die Zeichnung.

    Dass man ein Storybord zeichnet, bevor die richtige Arbeit beginnt. Besonders wichtig, wenn du mit dynamischerer Bildaufteilung arbeiten möchtest und nicht nur mit einer Reihe etwa gleichgroßer Panels.

    Dass möglichst alle Bewegungen, z.B. einer läuft oder wirft etwas, in Leserichtung gehen sollten, also von Links nach rechts.(natürlich kann man Ausnahmen machen)

    Dass man, um den Ort des Geschehens einzuführen ein großes Splashpanel zu Begin bringt, z.B. das Gebäude in dem die Menschen sich unterhalten, schon mit deren ersten Sätzen in einer Sprechblase.

    Sicher kennst du Einiges davon selber.

    Sehr viel Comics lesen, in dem Stil, der dir gelegen kommt, ist bestimmt sehr gut, denn man saugt dabei doch Einiges auf.

    Ich würde dir echt die Kinderabteilung der Stadtbücherei empfehlen, das ist kostengünstig und es gibt wirklich anspruchvolles Comic-Material dort.

    Ausserdem findest du dort auch schon wunderbares Recherchematerial, das auf Bild und wenig Text aufbaut, wie z.B. die Reihe "Sehen, staunen,wissen" die prima Büchlein zu fast allen Themen macht (Mode, Roboter, Burgen,Religion, Tiere u.s.w.), die in nem Comic vorkommen können und auch die Phantasie extrem anregen. Die Bilder sind dort schon "freigestellt" und deshalb sehr gut zu begreifen.

    Hintergründe und passendes Zubehör werten einen Comic sehr auf!

    Für den Schwung in den Zeichnungen einfach sehr viel Zeichen, Zeichnen, Zeichnen.Viele Skizzen und Doodles, damit die Hand locker wird. Auch Fingerlockerungsübungen, oder Münze über die Finger wandern lassen und so Spielchen können hilfreich sein.

    Am Ball bleiben und alles ausprobieren, was dir an anderen Zeichnungen gefällt.

    Weiterhin gute Stories auswählen! Denn oft ist die wichtiger als die Zeichnungen. Die Zeichnungen sollten immer der Geschichte dienen und ihr zu arbeiten.

    Umgang mit dem Computer und Bildbearbeitungs software lernen. Die Möglichkeit der Montage der Vorzeichnungen, das Computerlettering (mit Comic-Schriften) das saubere Kolorieren u.s.w. können dich auf ein höheres Level bringen und es professioneller aussehen lassen. Aber Achtung: Die Handwerkskunst ist das Wichtigste und darf nicht vernachlässigt werden.

    Wünsche dir viel Spass, Zeichnen lernen ist spannend und faszinierend und wunderbar mit der Wahrnehmung der Welt und allen Gedanken zum Leben an sich zu verflechten.

     

  • von ToonShark am 12.08.2011 um 13:33 Uhr

    Danke, ichb hätte nicht gedacht, schon so hoch gelobt zu werden. Eine Frage: Was könnte ich bei meinen Zeichnungen besser Machen? Ich wäre dir unglaublich dankbar!

  • von undergroundcomix.de am 02.08.2011 um 13:10 Uhr

    Die Zeichnungen sind zwar nicht so der Hammer, es gefällt mir aber doch sehr gut (Muss wohl an Asimov liegen) und wird sicher auch in diesem Stil gut funktionieren. Schade, dass du nicht eine unbekanntere Geschichte gewählt hast. Ich bleib aber dran und bin auf deine Version sehr gespannt. Es in kleinen Häppchen zu präsentieren ist ne gute Idee.